VDAX: Hohes Maß - Hohes Absicherungsbedürfnis - hohe Angst
Es
muss attestiert werden, dass der Markt von Extremen lebt – in beide
Richtungen. Der VDAX zeigt dies auch in beeindruckender Weise an. Bei
einem VDAX-Niveau von 25,5 müssen besondere Faktoren wirken (z.B.
Griechenland) und/oder eine Übertreibung vorherrschen.
Quelle: Eigene Kommentare www.k-analytics.de; Kurschart Market Maker
Aber
gerade diese Übertreibung nach unten benötigt der DAX, um die von uns
gemessenen Marktrisiken zu neutralisieren. Der gestrige Tag mi einem Verlust von xxx Punkten kann unter diesem
Aspekt als sehr positiv empfunden werden.
Es gibt sie noch – die
Erdanziehungskraft.
Betrachtet
man das technische Bild, so ergibt sich wohl eine Konstellation, die
als negativ zu beurteilen ist. Ein frischer Bruch der 50-Tage Linie,
eine sechswöchige Top-Formation, das hohe Risikoniveau und ein extrem
negativer Wochen-Candle (soweit es am Donnerstag nicht zu einer Erholung
kommt) können als die Stärken einer Abwärtsbewegung ausgemacht werden.
Aber auch der Kerzenchart (Candle) auf Tagesbasis sieht nicht sehr
günstig aus.
Quelle: Eigene Kommentare www.k-analytics.de; Kurschart Market Maker
Was
können wir dagegenhalten? Die EZB mit ihrem QE-Programm, die anziehende
Konjunktur, die nicht allzu hohe Bewertung in Europa – besonders in den
(ehemals) kritischen Staaten Spanien und Italien. Die hohe
Dividendenrendite im Vergleich zu Staatsanleihen. Der Abstand zur
30-Tage-Linie beträgt nun gemessen an den Einzelwerten durchschnittlich
4,95%. Generell bewegt sich der Markt in einer Bandbreite zwischen Plus
und Minus 4,93% (eine Standardabweichung). Zu den Werten mit der größten
Abweichung gehört die Münchener Rückversicherung. Dennoch liegen die
Risikowerte in dieser Aktie noch bei über 100%, was eine vergangene
exzessive Bewegung bedeutet. Die Rückführung an einen „irdischen“
Zustand scheint aber nun begonnen zu haben.
Fazit. Die statistischen Marktrisiken sind noch hoch, sodass eine weitere Konsolidierung nicht auszuschließen ist. Der Markt dürfte insbesondere im Bereich von 10.800 bis 11.100 Punkten interessant sein. Aufgrund der technischen Formation wäre dieses Ereignis nicht verwunderlich. Daher ist eine Shortposition auf erhöhter Basis weiterhin möglich bzw. attraktiv.
Mittelfristig sieht der genannte Bereich von ca. 11.100 Punkten und darunter relativ attraktiv aus. Erste (Zu-) Käufe können hier getätigt werden. Zu unterschätzen sind die Auferstehungskräfte nicht. Aber eine alte Kaufmannsregel besagt "Im Einkauf liegt der Gewinn".
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