Montag, 23. Februar 2015

Absicherung des USD - Die Gründe!



Die FED und das nicht mehr normale Sentiment!

Der US Dollar ist in den vergangenen Stunden wieder angestiegen. Dabei unterschritt der die Marke von 1,13 und befindet sich dabei in einer außergewöhnlichen Ausgangslage. Das Bullishe Sentiment ist in extremer Weise hoch. Dieses Niveau wurde in den letzten zehn Jahren nicht erreicht. Der Commitment auf Traders Report zeigt zudem das Spekulanten und Hedgefunds extrem Netto Long US Dollar sind. Einzelne Marktteilnehmer lästern bereits, dass Jedermann und dazu noch die Großmütter einen festeren Dollar erwarten.

In der Tat ist die Dollar Bewegung außergewöhnlich. Wir persönlich glauben nicht unbedingt an die tatsächliche Zinserhöhung der FED. Zur Gesichtswahrung wird jedoch ein indirekter Schritt notwendig sein - rein aus den bereits angekündigten Vorhaben.

Die kürzlich stattgefundene Sitzung der FED (FED Minutes), welche auch nachgelesen werden kann, zeigt das Dilemma der Fed. Denn die Aussagen sind keineswegs überzeugend bezüglich der Interpretation zur Wirtschaftsentwicklung. Besonders in Bezug zum Arbeitsmarkt und der Inflation.

Während allgemein ein Wachstum erwartet wird, haben einige Komitee Mitglieder sehr unterschiedliche Aussagen zum Arbeitsmarkt getätigt. Eine ähnliche Interpretation gab es bei der Inflation. Die Inflation fällt weiter. Offensichtlich hat der ÖL-Preisverfall seine Auswirkungen nicht verfehlt.

Die Kommunikation der FED war nicht eindeutig. Ebenso wurde die Exit Strategy nicht bestätigt. Aufgrund des möglichen Gesichtsverlusts könnte die FED zwar einen zinsähnlichen Erhöhungsschritt tätigen, doch scheint es so zu sein, dass nachhaltige Zinserhöhungen derzeit gänzlich unmöglich sind.

Der Dollar indes reagiert so, als wenn die FED diesen Schritt bereits vollzogen hätte und möglicherweise noch mehr. Es ist eine handfeste Übertreibung im Markt. Eine erste deutliche Gegenbewegung dürfte schnell vonstatten gehen.


Euro bis 1,20 gegenüber Dollar?

Eine entscheidende Marke ist der Bereich von 1,1410-1,1435. Und darüber hinaus bildet die Marke von 1,15-1,1550 einen weiteren sekundären Widerstand. Danach ist die Bewegung für Kurse von 1,18-1,20 frei.

Wir sehen in der Tat ein besseres Chance-Risikoverhältnis im steigenden Euro. Für die Mainstream Meinung und die Großmütter ist dies ausgeschlossen. Dennoch basiert der massive US Dollar Anstieg aus den Zinsdifferenzen: Die Erwartung steigender US Zinsen und stabiler europäischer Zinsen.


Die EZB hat geliefert - Die FED muss folgen

Da die EZB jedoch Anleihekäufe bereits angekündigt hat und die "Vollstreckung" ab März vollzogen wird, ist nur noch die FED am Zuge. Wie oben erwähnt hat sich die FED in eine unangenehme Ausgangslage gebracht, weil sie ihren Worten Taten folgen lassen muss. Jede andere Interpretation des Marktes wird sich sofort auf den US Dollar niederschlagen und zwar in Form fallender Kurse.

 

Source - Grafik: SentimenTrader (edited by Short Side of Long)



Donnerstag, 19. Februar 2015

Entscheidung im US-Dollar - Es ist Dynamik zu erwarten!

Der USD vor einer bedeutenden Bewegung


Weniger wegen Griechenland, aber dies könnte ebenso ein auslösender Faktor darstellen. 


Modelle sehen Beginn einer stärkeren Bewegung

Einige Modelle zeigen eine wesentliche Bewegung an. Die vorherrschende Meinung ist positiv für den USD. Wir sehen das nicht so klar.

FED beflügelt mit Aussagen, die EZB mit Taten!

Denn die FED muss erst einmal die Zinsen erhöhen. Die Ankündigung ist zwar für Ende des Jahres erfolgt, doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und Asien sind nicht optimal.

So wirken sich diese Tendenzen auch auf die US-Wirtschaft aus. Dagegen hat die EZB defacto ihre Vorgaben vollzogen. Tiefe Zinsen und Anleihenkäufe (ab März).

Die FED muss jetzt tatsächlich liefern, sonst...

Ausstehend ist in der Tat die FED. Sollte sich hier die Tendenz verschieben, dann können sich die Zinsdifferenzen wieder umkehren und den Euro unterstützen. Die Offensichtlichkeit ist bereits in den Kursen (zumindest teilweise) eskomptiert. Achten Sie auf die Technik.


Der EUR-USD Chart mit einem unserer Indikatoren

 

Mittwoch, 4. Februar 2015

DAX-Trend noch positiv: DAX zwischen hohen Erwartungen, Branchengewichtungen, Optionsmärken!

DAX-Trend noch positiv:  DAX zwischen hohen Erwartungen, Branchengewichtungen, Optionsmärken!

Die jüngste Aufwärtsbewegung des DAX ist ein erheblicher Teil von Erwartungen, die die EZB in die Märkte platzierte. Zu Recht. Denn die vergangenen QE- und Liquiditätsprogramme verfehlten auch in den USA, Japan und China ihre Wirkungen nicht.

Das X5-Modell kann in diesem Umfeld warnende Hinweise geben, da die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Dennoch müssen wir auch eine offene Sichtweise für die manipulativen Kräfte der EZB haben. Die Intraday-Position setzt das X5-Modell – bis auf den Sondertag – exakt nach. Das Zyklus-Modell ist hier wesentlich offener und integriert fundamentale Faktoren, mittelfristige Trends, Risikoniveaus, Meinungen des Autors aber auch das X5-Modell usw. in die Entscheidung mit ein. Das K5-Modell ist wiederum ein meinungsfreies/prognosefreies System. Grundsätzlich sollte es hier zu keiner Einflussnahme kommen. Dennoch haben wir jüngst mit Stopps gearbeitet. Langfristig ist dieses Modell kaum zu schlagen, jedoch können diverse Zeiträume (durchaus mehrere Monate) von der Marktentwicklung in positiver wie negativer Sicht abweichen.

Gerade die aktuelle Phase kann gut mit einer Diversifikation der Modelle einhergehen, soweit Sie nicht gerade alle in die gleiche Richtung zeigen. Alle Modelle haben einen antizyklischen Charakter. Das Zyklus-Modell wird aber unter bestimmten Voraussetzungen auch prozyklisch handeln. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die mittelfristige Marktstruktur ein niedriges Risiko anzeigt. Derzeit sind die Risiken extrem hoch. Wir werden im Laufe des Tages ein Update der Marktstruktur veröffentlichen (Risikograde und Trends von DAX und S&P).

Die US-Indizes und der DAX laufen sehr unterschiedlich. Während der DAX von der EZB profitierte, wurde die Abwärtsbewegung des S&P gänzlich ignoriert. Der Performance-Spread beträgt seit dem Tief im Oktober ca. 13%. Der DAX hat neue Hochs erzielen können, der S&P nicht. Aber auch zwischen dem DAX und dem Euro Stoxx 50 liegt eine Performancedifferenz von rund 9%, zugunsten des DAX!

Der DAX profitiert aber nicht nur von der EZB. Auch die Bewegung der US-Märkte wird in positiver Weise mitgenommen (was im negativen Falle nicht geschah). Daneben sind hohe Dispersionen in den Branchen feststellbar. Die Bankenbranche in Europa hat in den letzten Monaten stark underperformed und profitiert von der EZB in diesen Tagen deutlich. Traditionell ist diese Branche sehr hoch in den Indizes gewichtet. Auch jetzt beträgt die Branchengewichtung gemessen am Stoxx Europe 600 noch über 22%. Die Bankbranche hatte in den letzten Tagen daher eine positive Wirkung auf die europäischen Gesamtindizes.

Der Performancespread hat möglicherweise auch einen Einfluss auf die Optionsmärkte gehabt. Short DAX – Long Stoxx? Hohe Absicherungspreise durch eine hohe Hedgeaktivität. So könnte eventuell auch der hohe VDAX erklärt werden. Wir sind daran dies zu analysieren.

Strategie: Wir versuchen heute unterhalb von 10.974 Punkten einen Short in der Intraday-Position einzugehen. Wir werden allerdings überhöhte Risiken vermeiden und in der Folge den Stopp schnell reduzieren.