Donnerstag, 30. April 2015

DAX unter technischen Gesichtspunkten negativ. Markt neigt häufig zu Übertreibungen. Kaufen oder zuwarten?

VDAX: Hohes Maß - Hohes Absicherungsbedürfnis - hohe Angst



Es muss attestiert werden, dass der Markt von Extremen lebt – in beide Richtungen. Der VDAX zeigt dies auch in beeindruckender Weise an. Bei einem VDAX-Niveau von 25,5 müssen besondere Faktoren wirken (z.B. Griechenland) und/oder eine Übertreibung vorherrschen.


Quelle: Eigene Kommentare www.k-analytics.de; Kurschart Market Maker


Aber gerade diese Übertreibung nach unten benötigt der DAX, um die von uns gemessenen Marktrisiken zu neutralisieren. Der gestrige Tag mi einem Verlust von xxx Punkten kann unter diesem Aspekt als sehr positiv empfunden werden. 

Es gibt sie noch – die Erdanziehungskraft.

Betrachtet man das technische Bild, so ergibt sich wohl eine Konstellation, die als negativ zu beurteilen ist. Ein frischer Bruch der 50-Tage Linie, eine sechswöchige Top-Formation, das hohe Risikoniveau und ein extrem negativer Wochen-Candle (soweit es am Donnerstag nicht zu einer Erholung kommt) können als die Stärken einer Abwärtsbewegung ausgemacht werden. Aber auch der Kerzenchart (Candle) auf Tagesbasis sieht nicht sehr günstig aus.



Quelle: Eigene Kommentare www.k-analytics.de; Kurschart Market Maker



Was können wir dagegenhalten? Die EZB mit ihrem QE-Programm, die anziehende Konjunktur, die nicht allzu hohe Bewertung in Europa – besonders in den (ehemals) kritischen Staaten Spanien und Italien. Die hohe Dividendenrendite im Vergleich zu Staatsanleihen. Der Abstand zur 30-Tage-Linie beträgt nun gemessen an den Einzelwerten durchschnittlich 4,95%. Generell bewegt sich der Markt in einer Bandbreite zwischen Plus und Minus 4,93% (eine Standardabweichung). Zu den Werten mit der größten Abweichung gehört die Münchener Rückversicherung. Dennoch liegen die Risikowerte in dieser Aktie noch bei über 100%, was eine vergangene exzessive Bewegung bedeutet. Die Rückführung an einen „irdischen“ Zustand scheint aber nun begonnen zu haben. 

Die EZB ist und wird weiterhin verantwortlich sein, inwieweit sich Aktien über ihrem Normaltrend bewegen werden. Dies kann andauern und somit ist unser mittelfristiger Kauf-Fokus beim DAX in einem Bereich zwischen „Neutralen“ und „moderaten/leicht erhöhten“ Risiken schon ein guter Zustand. Eine Kaufgelegenheit im stark überverkauften Bereich ist nur mit einem Sonderereignis möglich. 

Fazit. Die statistischen Marktrisiken sind noch hoch, sodass eine weitere Konsolidierung nicht auszuschließen ist. Der Markt dürfte insbesondere im Bereich von 10.800 bis 11.100 Punkten interessant sein. Aufgrund der technischen Formation wäre dieses Ereignis nicht verwunderlich. Daher ist eine Shortposition auf erhöhter Basis weiterhin möglich bzw. attraktiv. 

Mittelfristig sieht der genannte Bereich von ca. 11.100 Punkten und darunter relativ attraktiv aus. Erste (Zu-) Käufe können hier getätigt werden. Zu unterschätzen sind die Auferstehungskräfte nicht. Aber eine alte Kaufmannsregel besagt "Im Einkauf liegt der Gewinn".

 

Montag, 23. Februar 2015

Absicherung des USD - Die Gründe!



Die FED und das nicht mehr normale Sentiment!

Der US Dollar ist in den vergangenen Stunden wieder angestiegen. Dabei unterschritt der die Marke von 1,13 und befindet sich dabei in einer außergewöhnlichen Ausgangslage. Das Bullishe Sentiment ist in extremer Weise hoch. Dieses Niveau wurde in den letzten zehn Jahren nicht erreicht. Der Commitment auf Traders Report zeigt zudem das Spekulanten und Hedgefunds extrem Netto Long US Dollar sind. Einzelne Marktteilnehmer lästern bereits, dass Jedermann und dazu noch die Großmütter einen festeren Dollar erwarten.

In der Tat ist die Dollar Bewegung außergewöhnlich. Wir persönlich glauben nicht unbedingt an die tatsächliche Zinserhöhung der FED. Zur Gesichtswahrung wird jedoch ein indirekter Schritt notwendig sein - rein aus den bereits angekündigten Vorhaben.

Die kürzlich stattgefundene Sitzung der FED (FED Minutes), welche auch nachgelesen werden kann, zeigt das Dilemma der Fed. Denn die Aussagen sind keineswegs überzeugend bezüglich der Interpretation zur Wirtschaftsentwicklung. Besonders in Bezug zum Arbeitsmarkt und der Inflation.

Während allgemein ein Wachstum erwartet wird, haben einige Komitee Mitglieder sehr unterschiedliche Aussagen zum Arbeitsmarkt getätigt. Eine ähnliche Interpretation gab es bei der Inflation. Die Inflation fällt weiter. Offensichtlich hat der ÖL-Preisverfall seine Auswirkungen nicht verfehlt.

Die Kommunikation der FED war nicht eindeutig. Ebenso wurde die Exit Strategy nicht bestätigt. Aufgrund des möglichen Gesichtsverlusts könnte die FED zwar einen zinsähnlichen Erhöhungsschritt tätigen, doch scheint es so zu sein, dass nachhaltige Zinserhöhungen derzeit gänzlich unmöglich sind.

Der Dollar indes reagiert so, als wenn die FED diesen Schritt bereits vollzogen hätte und möglicherweise noch mehr. Es ist eine handfeste Übertreibung im Markt. Eine erste deutliche Gegenbewegung dürfte schnell vonstatten gehen.


Euro bis 1,20 gegenüber Dollar?

Eine entscheidende Marke ist der Bereich von 1,1410-1,1435. Und darüber hinaus bildet die Marke von 1,15-1,1550 einen weiteren sekundären Widerstand. Danach ist die Bewegung für Kurse von 1,18-1,20 frei.

Wir sehen in der Tat ein besseres Chance-Risikoverhältnis im steigenden Euro. Für die Mainstream Meinung und die Großmütter ist dies ausgeschlossen. Dennoch basiert der massive US Dollar Anstieg aus den Zinsdifferenzen: Die Erwartung steigender US Zinsen und stabiler europäischer Zinsen.


Die EZB hat geliefert - Die FED muss folgen

Da die EZB jedoch Anleihekäufe bereits angekündigt hat und die "Vollstreckung" ab März vollzogen wird, ist nur noch die FED am Zuge. Wie oben erwähnt hat sich die FED in eine unangenehme Ausgangslage gebracht, weil sie ihren Worten Taten folgen lassen muss. Jede andere Interpretation des Marktes wird sich sofort auf den US Dollar niederschlagen und zwar in Form fallender Kurse.

 

Source - Grafik: SentimenTrader (edited by Short Side of Long)



Donnerstag, 19. Februar 2015

Entscheidung im US-Dollar - Es ist Dynamik zu erwarten!

Der USD vor einer bedeutenden Bewegung


Weniger wegen Griechenland, aber dies könnte ebenso ein auslösender Faktor darstellen. 


Modelle sehen Beginn einer stärkeren Bewegung

Einige Modelle zeigen eine wesentliche Bewegung an. Die vorherrschende Meinung ist positiv für den USD. Wir sehen das nicht so klar.

FED beflügelt mit Aussagen, die EZB mit Taten!

Denn die FED muss erst einmal die Zinsen erhöhen. Die Ankündigung ist zwar für Ende des Jahres erfolgt, doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und Asien sind nicht optimal.

So wirken sich diese Tendenzen auch auf die US-Wirtschaft aus. Dagegen hat die EZB defacto ihre Vorgaben vollzogen. Tiefe Zinsen und Anleihenkäufe (ab März).

Die FED muss jetzt tatsächlich liefern, sonst...

Ausstehend ist in der Tat die FED. Sollte sich hier die Tendenz verschieben, dann können sich die Zinsdifferenzen wieder umkehren und den Euro unterstützen. Die Offensichtlichkeit ist bereits in den Kursen (zumindest teilweise) eskomptiert. Achten Sie auf die Technik.


Der EUR-USD Chart mit einem unserer Indikatoren