Donnerstag, 12. Juni 2014

Die EZB öffnet die Geldschleuse!



Die EZB öffnet die Geldschleuse! Der Leitzins wurde von 0,25% auf 0,15% gesenkt. Die europäischen Banken werden für Einlagen bei der EZB sogar mit einem Strafzins belegt. Sie müssen künftig Geld dafür bezahlen eine Einlage bei der EZB zu halten, und zwar 0,10 p.a.!!!
Das war allerdings nicht alles! Die EZB kündigte weitere Maßnahmen an, um die Wirtschaft und die Inflation auf die Sprünge zu helfen.
Quelle: EZB
Waren die Zinsen für die Unternehmen nicht tief genug, um zu investieren? Letztlich besteht eine Investitionsentscheidung aus zwei Komponenten. Neben dem Zins spielen die erwarteten Renditen eine Rolle. Würden wir nicht auch 50% Zins bezahlen, wenn eine Rendite von 100% erwartet werden könnte? Die Finanzmarktkrise – die Erfordernis zu sparen - führt zu keiner durchgreifenden Wirtschaftsentwicklung. Wachstumsraten durch Basiseffekte. Schwache Nachfrage auf schwache Vorjahreszahlen!
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Hans-Werner Sinn (Ifo) sieht die Zinsentscheidung kritisch. Es sei ein verzweifelter Versuch die Kapitalströme nach Südeuropa umzuleiten und so die Wirtschaft dort anzukurbeln. Begründet wird die Aktion auch noch mit der mäßigen Inflation (siehe Chart).
Die Ankündigung der EZB hat eine gute Seite. Aktien werden weiter steigen. Wer extrem flexibel ist, kann sich möglicherweise doppelt freuen. Ein sich anbahnender Bubble an den Börsen kann einen Crash erzeugen – auch hier sind Gewinne möglich. 
 http://k-analytics.de/100-nachrichten-ticker/156-start-in-eine-neue-dimension.html
Die EZB-Bilanz wurde erstmals in 2008 massiv ausgeweitet. Von einer Billion Euro auf deren Zwei. Nach dem erneuten Rückgang in 2011 wurde die EZB-Bilanz auf 3 Billionen in 2012 „verlängert“.
Die Beziehung einer Bilanzverlängerung und der Geldmengenausweitung hat in allen Phasen zu steigenden Märkten geführt.


Quelle K-Analytics.de | Guru Elite Börsenbrief

Die Superhausse wird wohl weitergehen! Die EZB wird den Prozess nach der Art „FED“ in der Form 2.0 weiterführen.
Die Märkte werden über kurz oder lang jedoch diesen „Extra-Kredit“ zurückgeben müssen. Sei es durch einen schweren Einbruch oder einer langfristigen Seitwärtsbewegung.

Einer der größten Auswirkungen sollte die Währungen betreffen. Insbesondere den USD unterstützen, den Euro schwächen. Eine schwache Währung wird den europäischen Konjunkturaufschwung manifestieren.

Technische Ausgangslage des Euro. Die Aufwärtsbewegung des Euro scheint ein Ende zu finden. Wichtige Unterstützungen wurden mittels Keil nach unten verlassen. Dennoch zeigt der Wochen-Kerzen-Chart zunächst ein Reversal auf die Fakten. Längerfristig könnte/sollte die aggressive Art der EZB den Euro schwächen.


Quelle: K-Analytics; Charts by Market Maker

In diesem Umfeld könnten vor allem Unternehmen der Bereiche Einzelhandel, Medien, Automobilwerte und konsumnahe Unternehmen zu den Favoriten gehören.

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