Liebe Leser,
Die Rentenmärkte haussieren,
die Aktienmärkte ebenso!!! Was stimmt nicht… oder stimmt vielleicht doch alles
und die unübliche Lage ist nur auf Sonderfaktoren zurückzuführen?
Wir kennen die Bewegungen,
die nicht-korrelierend sind. Aber eine gemeinsame Bewegung? Stehen
möglicherweise die Aktien vor einer Korrektur? Der Rentenmarkt ist zweifelsohne
die bessere Anlageklasse während einer Abwärtsbewegung des Aktienmarktes. Oder
warum werden Renten immer noch gekauft?
Für uns als erfahrene Krisenkenner
- schließlich waren wir im Epizentrum der Krisen in Japan (90er Jahre) – also
inmitten der Mutter aller Krisen – tätig gewesen. Und auch heute ist
Krisenmanagement gefragt. Zugute kam uns dies beispielsweise in Griechenlandanleihen
und unserer Einstellung, dass die Zinsen wohl noch eine Weile Tief bleiben
werden.

Quelle: K-Analytics; Charts by Market Maker,
Auch heute noch sehen wir
tiefe Zinsen bis in das Jahr 2015/2016 als Minimum an. Es ist aber auch eine
Sache, die kein Wohlbehagen erzeugt, etwas Außergewöhnliches, etwas
Ungewohntes. Diesbezüglich müssen die Investoren mehr denn je über den
Tellerrand blicken, mit der Folge von Fehleinschätzungen oder besonders großem
„Glück“. Mut und Weitsicht sind gefragt.
Die EZB-Sitzung am 21. Mai hätte sogar nach der MEINUNG der Marktteilnehmer eine weitere Zinssenkung
hervorrufen können. Dazu gab es Anlass, nachdem Draghi während der letzten EZB-Sitzung
am 8. Mai davon sprach
„…uneingeschränkt
bereit, im Kampf gegen eine zu lange Phase niedriger Inflation auch
unkonventionelle Instrumente einzusetzen…“.
Was bedeutet eine derartige
Aussage?
Grob beschrieben: Wir
stecken immer noch in der Krise und der Gegenwind der Maßnahmen bedeutet
konjunkturelle Einbußen.
Quelle: K-Analytics; Charts by Market Maker,
Wie argumentieren die
Anleger hinsichtlich einer Zinssenkung und den Anleihenkäufen?
Die Argumente erstrecken
sich von geopolitischer Krise, überbewerteten Aktienmärkten, sich wieder
verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen, Druck der Institutionellen bei
Aktien, aber auch bei Anleihenanlagen.
Die Widersprüchlichkeit der
Anleger und die Auswirkungen
„The Trend is Your Friend”. Dies
ist in fast alle Anlageklassen zu sehen.
Die Widersprüchlichkeit
findet einen direkten Einfluss auf den VDAX. Betrachtet man den
Volatilitätsindex – auch als Angstindikator bezeichnet – erkennt man eine
gewisse Unsicherheit. Obwohl der DAX nahe dem Allzeithoch notiert, ist das
Vola-Niveau von 17,2 nicht gerade niedrig. Es ist kein Krisenniveau, aber eben
doch etwas angespannt und für einen Abschwung zu niedrig. Die Anleger stehen
Gewehr bei Fuß.
Wir erkennen die
Unsicherheit an unseren Modellen. Eine ungewöhnliche Unruhe zwischen den
Ergebnissen (Aufwärtsbewegung/Abwärtsbewegung der Trends und Risikoniveaus).
Wenigstens hat der Markt seine überkaufte Basis zunächst einmal über eine 5-monatige
Konsolidierung abgebaut.
Die Auswirkungen werden
unseres Erachtens in einer ungewöhnlichen und unerwarteten Marktreaktion und
deren Teilnehmer zu finden sein. Erwarten Sie in der nächsten Zukunft das
Unerwartete. Dies kann sowohl einen ungewöhnlichen Einbruch am Aktienmarkt
bedeuten, als auch ein ungewöhnlicher zäher und langer Anstieg. Ausbrüche
werden wieder eingefangen. Es wird kein Normalmarkt sein.
Die größten Einflussnehmer
sind die Notenbanken. Hinter den Notenbanken stehen Menschen, die
Missverständnisse auslösen, Fehler produzieren. Fakten werden zunehmend weniger
eine Rolle spielen – zumindest in der aktuellen Phase. Sentiment und Notenbank sind
als Gradmesser für die Bewegung an den Aktien- und Rentenmärkten in den
nächsten Wochen und Monaten anzusehen.
Oder denken Sie, es ist
keine Absicht, nun fast wöchentlich Kommentare und Notenbanksitzungen zu
erleben. FOMC Minutes, Notenbanksitzungen, Vorträge der FED Chefs…die Abstände von
Aussagen der Notenbänker werden immer kürzer!!!
Als Ben Bernanke sein Amt
antrat, war die Transparenz (Kommunikation) sein Ziel. Offene Kommunikation,
die Absichten der Notenbanken darzulegen, Entscheidungen begründen waren die
Key-Phrasen der neuen Politik. Somit wurde in den letzten Jahren mehr und mehr zur
Transparenz beigetragen, die in der Finanzkrise allerdings durchaus als eine
von mehreren Manipulationsmaßnahmen bezeichnet werden konnte und kann.
Fazit.
Obwohl wir kein Freund von purer Charttechnik sind, können außergewöhnliche
Marktkonstellationen und Sentimentbewegungen mit der Charttechnik auf den Index
abgeglichen werden. Ein Allheilmittel wird diese Waffe nicht sein. Einzeltitel
werden wir immer noch über den Themenaspekt sowie einer Kombination aus Value
und Wachstum eingehen. Bei der Beurteilung der Guru-Käufe fällt uns auf, dass es
hier sehr viele Themen und weniger Value gekauft wird.
Hinweis - Die hier wiedergegebenen Publikationen,
Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von dem Stellung nehmenden Autor nach
bestem Wissen und Gewissen mit der erforderlichen Sorgfalt zusammengestellt.
Sie beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, die
wir als verlässlich erachten. Dessen ungeachtet können wir für die Richtigkeit,
Vollständigkeit Rechtzeitigkeit und Aktualität keine Gewähr übernehmen.
Gleiches gilt für die Angaben über die Handelbarkeit von Produkten. Sie stellen
eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Sie
dienen lediglich der Information und ersetzen nicht eine individuelle anleger-
und produktbezogene Beratung. Die Informationen stellen ausdrücklich keine
Anlageberatung im Sinne des WpHG, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung
zum Erwerb oder zur Veräußerung dar.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.