EZB Sitzung am 22. Januar!
Der Markt antizipiert
bereits die von Herrn Draghi angestrebten Anleihekäufe. Die Meldung,
dass der Europäische Gerichtshof eine Richtung zugunsten des Erwerbs von
Staatsanleihen angedeutet hatte, war wohl neben dem SNB Entscheidend
ein weiterer Teilaspekt der starken Bewegung am Donnerstag und auch noch
am Freitag. Ein Gutachter sieht den Kauf unter Bedingungen für
zulässig. Obwohl der Europäische Gerichtshof sein Urteil im Herbst erst
fällt, kommen unmittelbar vor der EZB Sitzungen diese Äußerungen
zustande. Ein Freibrief für Draghi.
Wußte die EZB schon mehr?
Die Beweggründe der Schweizerischen Notenbank (SNB) laufen in eine ähnliche Richtung. Der Aufwärtsdruck auf den Franken
war extrem groß und durch die erwarteten Anleihenkäufe wuchs dieser
weiter. Die SNB hatte in den letzten Jahren bereits massive
Währungskäufe im Euro vornehmen müssen, um den Wechselkurs bei 1,20
halten zu können. Dabei wurden 60 Mrd. Franken an Verlusten in den
letzten Jahren „eingenommen“. Eine jede normale Bank wäre Konkurs
gewesen – die SNB kann dies aufgrund ihrer Funktion jedoch vermeiden. Im
Übrigen wird die Schweizer Nationalbank an der Börse gehandelt.
Der
Druck und möglicherweise auch die Kenntnis über die weitere
Vorgehensweise der EZB veranlasste die SNB zu diesem notwendigen, aber
doch etwas überraschenden Schritt. Vielleicht hätten Marktteilnehmer
noch eine Änderung der „Verteidigungslinie“ auf 1,05-1,15 erwartet, aber
eine vollständige Entfernung der Interventionslinie jedoch nicht.
Hohe Erwartungen am Markt = Rückschlagsgefahr
Die
Erwartungen des Marktes sind klar. Draghi wird erste tatsächliche
Anleihenkäufe am Donnerstag verkünden. Kommt dies jedoch nicht, dann
besteht eine deutliche Gefahr einer Abwärtsbewegung an den Folgetagen.
Aber auch die jetzige Bewegung eskomptierte eine Menge, sodass eine
Verkündigung pro Anleihenkäufe auch eine Konsolidierungschance für den DAX enthält.
Risikoniveau am Markt hoch - Statistische Formel sieht positive Nachrichten bereits in den Kursen eskomptiert.
Wir
prognostizieren die mittelfristige Marktchance gerne mit einer
Marktstrukturanalyse. Dabei wird über eine Clusterwolke die
Marktrichtung und über diverse Abweichungsanalysen der relative
Risikograd gewichtet.
Der Trend ist weiterhin aufwärtsgerichtet.
Das dazugehörige Risiko ist "High Risk". Solange der Trend nach oben
gerichtet ist, kann der DAX weiter gehalten werden. Aufgrund des
Risikogrades "High Risk" sind wir derzeit nicht bereit die größten
Risiken einzugehen. Unsere 3 DAX-Modelle und Musterdepots für DayTrader
und Berufstätige sind weniger aggressiv investiert oder sogar gar nicht.
Das DayTrader Modell konnte auf der Short-Basis einen Gewinn von +36
Punkten am heutigen Montag verbuchen. Dagegen sind die Musterdepots für
die Mehrtages- bzw. Mehrwochen-Disposition seit Ende letzter Woche nicht
investiert.
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