Dabei gibt es eine Vielzahl von Nebenbedingungen, welche die Aktienmärkte belastete aber der These "Ausstieg aus den quantitativen Maßnahmen" entgegenwirkt.
- Die Refinanzierungsquote der 10 größten Schuldnernationen bis Ende 2015 betrug nach den letzten bekannten Zahlen aus dem Jahre 2012 rund 50% der offenen Schulden. Ein Teil wurde in 2012 schon umgeschuldet, doch tiefe Zinsen bleiben unabdingbar - voraussichtlich bis zum Jahr 2015.
- Die restriktive Notenbank in China "weigerte" sich am Donnerstag die Märkte mit Liquidität zu versorgen. Die Overnight Repo-Rate stieg daraufhin um 598 Basispunkte auf 13,85%. Thema Credit Crunch in China? Mehr Informationen zur chinesischen Notenbank in dieser Reuters-Nachricht.
- Die Aktienmärkte waren zwischen Mitte April und Mitte Mai übertrieben vorgelaufen. Beim DAX allein 15% in etwas mehr als vier Wochen. Eine Konsolidierung war ohnehin notwendig. Das Frühlings-Modell hatte es bereits angezeigt - siehe einer der letzten Beiträge. Nicht nur, dass die Mehrzahl der Aktien seit drei Wochen im Abwärtstrend sind, nein, die Struktur erweist sich als ungünstig für einen unmittelbaren Anstieg - eine Konsolidierung war mehr als notwendig.
- Das Durchschnittswachstum der Weltwirtschaften, verbunden mit einer zeitlichen Streuung bleibt niedrig und erreicht nicht einmal Potentialwachstum. Zumindest wächst es und eine Rezession ist derzeit nicht anzunehmen.
Was erwartet uns in der nächsten Zeit?
Es gibt einige Hinweise, dass die europäische Konjunktur im zweiten Halbjahr anzieht und die Märkte möglicherweise noch bis zur 200 Tage-Linie (bei etwa 7700) nachgeben. Diese maßgebliche Bereinigung wäre in der Tat ein positives Zeichen. Auch der Kursrückgang bis 7900 war schon ein empfehlenswertes Muster.
Diese Börsensuppe wird wie immer heißer gekocht als gegessen.
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