Montag, 17. Juni 2013

DAX was nun. Hü oder Hott? Das Frühlingsmodell verrät es!

Sehr geehrte Blog-Leser,


Der DAX hat in den letzten Tagen zeitweise mehr als 5% an Wert verloren und spurtete kurz vor dem FED Meeting am Mittwoch wieder deutlich nach oben. Ist die Korrektur nun beendet? Oder ist es in der saisonal schwachen Börsenphase bis September/Oktober zu risikoreich, um an den Aktienmärkten zu investieren? 

Was sagt uns der Markt dazu? Ich nutze gerne mein "Marktstrukturmodell Frühling", um eine Trendvoraussage zu bestimmen. 
Im Frühling beginnen die Blumen zu blühen, die Pflanzen gedeihen im Sommer und wachsen bis in den Herbst mit ersten Ermüdungserscheinungen. Im Winter ist von den Blumen nichts mehr zu sehen.

In welchem Börsenfrühling wir uns gerade befinden, analysieren ich anhand der Grafik. Dieses Marktmodell versucht für die Aktienmärkte den mittelfristigen Trend zu bestimmen - hier den DAX.

Generell muss gesagt werden, dass rund 70% der Werte einen negativen Trend aufweisen. Davon haben 22,58% eine frische Abwärtsbewegung eingeschlagen und 58,06% den Abwärtstrend bestätigt. Diejenigen Aktien, die sich in der Frühphase der Abwärtsbewegung befinden, haben mit den höchsten Rückschlägen zu rechnen. Dagegen befinden sich lediglich nur 3% der DAX-Titel in der Spätphase ihrer Abwärtsbewegung. 

Marktstruktur DAX

Märkte haben in der Regel dann auskonsolidiert, wenn sich bereits eine große Anzahl von Werten in der Spätphase der Abwärtsbewegung bzw. in der Frühphase einer Aufwärtsbewegung aufhalten. 
Auch das Ratio zwischen bestätigtem Aufwärtstrend und bestätigtem Abwärtstrend lässt noch keinen Rückschluss auf eine alsbald bevorstehende Aufwärtsbewegung mit Trendcharakter zu.

Vielmehr sollten sich die Marktbewegungen an einem Abwärtstrend oder ggf. in einer ausgeprägten Bandbreite zwischen 8000 und 8550 Punkten orientieren. Ein Abwärtstrend ist durchaus eine realistische Option und würde vermutlich an der 200-Tage Linie bei aktuell 7662 Punkten einen ersten guten Halt finden. Ohne nachweisliche und fundamentalorientierte Faktoren sollte sich das Kursrisiko spätestens an der 200-Tage Linie erschöpfen.

Generell ist unsere Einstellung allerdings nicht ausgeprägt Bearish, da wir für das zweite Halbjahr gute Chancen für eine Konjunkturerholung in Europa sehen. Es gibt diverse Hinweise dafür.

DAX und 200-Tage Linie

Derzeit sollten Investoren Kursanstiege zu Gewinnrealsierungen und Kursrückgänge zum Bestandsaufbau nutzen. Also eine Art Trading bis sich das Frühlingsmodell in einer zunehmend besseren Lage befindet.

Für die sehr kurzen Trends wird täglich das X5-System auf den DAX veröffentlicht (advisory-research.de). Es müssen dabei zwei Arten von Positionen unterschieden werden: Die Intraday-Position und die Mehrtagesinvestition als Bindeglied zu der mittelfristigen Einschätzungen (u.a. das Frühlingsmodell).

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