Wie interpretiere ich das DAX-Frühlingsmodell? Grundsätzlich
sollten mehr Aktien steigen als fallen, um einen positiven Markttrend zu
interpretieren. Die Marktstrukturanalyse ist tendenziell eine mittelfristige
Indikation und dauert von Zyklus zu Zyklus häufig 10-12 Wochen. Dann sind die
Märkte in der Regel vollständig auskonsolidiert. Die jetzt Anfang Juni
begonnene Abwärtsbewegung wäre unter einer normalisierten Bewegung etwa Anfang
August beendet. Zudem befinden wir uns in einer saisonal schwachen Börsenzeit.
Gewisse Phasen spiegeln sich jedoch in kürzeren
Zeiteinheiten wider. Dies betrifft insbesondere fundamentale Faktoren als
Auslöser für sehr starke oder schwache Bewegungen.
Heutige Interpretation des Frühlingsmodells. Die Zahl der
sich in einer Abwärtsbewegung befindlichen Aktien liegt aktuell bei 90,32% des
gesamten DAX-Index. Der Rest von 9,68% befindet sich in der Aufwärtsbewegung, wobei
sich ungünstiger weise 3,23% der Werte in der Spätphase einer Aufwärtsbewegung
befindet.
Für einen „auskonsolidierten Markt“ befinden sich zu wenige
Aktien in der Spätphase der Abwärtsbewegung bzw. in der Frühphase der
Aufwärtsbewegung. Das bedeutet, dass die Bewegung vom Dienstag und Mittwoch zunächst
eine Reflex-Rallye darstellt.
Die wichtigsten Marken dieser Reflex-Rallye ist das
Niveau zwischen 7960 und 8000 Punkten. Dies würde einem Normalreflex
entsprechen. Die Gewichtigkeit der Abwärtsbewegung unter fundamentalen Aspekten,
das Verständnis der Bernanke’sche Formulierung, wird sich in dieser
Aufwärtsbewegung entsprechend mit einer Normalbewegung oder einem
unterdurchschnittlichen Reflex widerspiegeln.
Unseres Erachtens war diese Bewegung jedoch
überfällig. Ideal wäre ein Anstieg an den Bereich von 7960/8000 und einem Retest auf die jetzt
gesehenen Tiefstände bzw. der 200-Tages Linie innerhalb der nächsten 2-4
Wochen. Dann könnte man einigermaßen von einer ordentlichen Konsolidierung
sprechen – eine gesunde und vernünftige. In den USA sind keine 20% der Werte im
Steigen und der Index stark übergekauft.
Wenn wir schon die Bernanke`sche Formulierung
ansprechen, sollte eines in das rechte Licht gerückt werden. Es gibt
derzeit zu viele negativen Gedanken an der Börse, obwohl Ben Bernanke eindeutig
gesagt hatte, dass die FED ausschließlich Datensätze für eine quantitative
Politikänderung heranzieht. Das dass quantitative Easing im nächsten Jahr
auslaufen könnte, war wohl eine Art Denkanstoß für die Börsianer und eine
Rückversicherung für Bernanke und die FED selbst. Er hat zum aktuellen
Zeitpunkt mitnichten von einer Beendigung gesprochen.
Vielleicht
ist es besser in den nächsten Wochen seinen Sommerurlaub zu genießen, bis es an
der Börse wieder Frühling wird.
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